Meine Utopie
Wenn wir uns die gegenwärtige Situation auf unserem Planeten Erde anschauen, so wird offensichtlich, dass der Schutz des Lebens weltweit unser vorrangiges Ziel sein sollte. Nur so kann das Leben auf der Erde überhaupt eine Zukunft haben. Schutz des Lebens bedeutet Schutz der Selbstverwirklichung der Lebewesen. Dazu gehört auch Schutz der Ressourcen, welche die Lebewesen für ihre Selbstverwirklichung benötigen. Die Selbstverwirklichung der Lebewesen ist auf die Erzeugung von Nachkommen ausgerichtet. Die Erzeugung von Nachkommen verliert ihren Sinn, wenn wir diesen Nachkommen eine Erde hinterlassen, auf der sie nicht ihrerseits zur Selbstverwirklichung, also zur Erzeugung von Nachkommen gelangen können.
Wie günstig eine Gesellschaft für die Selbstverwirklichung der Lebewesen in ihr ist, wird daraus ersichtlich, wie sehr Freude, Liebe und Glück in ihr verbreitet sind. Je ungünstiger eine Gesellschaft für die Selbstverwirklichung der Lebewesen ist, umso wichtiger ist es, dass jene Lebewesen, welche trotzdem zur Selbstverwirklichung gelangen wollen, sich untereinander zusammenschliessen. Denn umso mehr können sie sich dadurch gegenseitig in ihrer Selbstverwirklichung fördern, und umso mehr werden sich Freude, Liebe und Glück in der Gesellschaft ausbreiten.
Eine Gesellschaft, in der die Lebewesen sich friedvoll gegenseitig in ihrer Selbst-verwirklichung fördern, ist eine Utopie. Das sieht zwar nicht gerade sehr realistisch aus. Doch vielleicht wird nur eine Utopie das Leben auf der Erde überhaupt noch retten können. Es geht mir auch gar nicht darum, ob die Utopie realistisch ist oder nicht. Es geht mir nur darum, dass ich selber so zu leben versuche, wie wenn die Utopie jetzt schon Wirklichkeit wäre. Wenn immer mehr Menschen dies gemeinsam versuchen, so wird die Utopie von einer persönlichen zu einer gesellschaftlichen Wirklichkeit. Dies zu bewirken liegt jedoch nicht in meiner Macht. Alles, was ich tun kann, ist meinen bescheidenen Beitrag dazu zu leisten.
aus meinem Buch: „Evolutionsphilosophie“ 2006(00) Open-Hearts Edition








