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Releasing

Grundlage

Releasing ist eine von Isa und Yolanda Lindwall entwickelte Heilungsmethode. Releasing ist eine Weiterentwicklung der Arbeit mit Affirmationen, wobei positive Glaubenssätze fortwährend wiederholt werden. Der Nachteil der Affirmationen besteht darin, dass dabei eine positive Haltung auf eine (in der Vergangenheit erlernte) negative Haltung übergestülpt wird. Beim Releasing hingegen wird die negative Haltung akzeptiert und losgelassen, worauf immer mehr unser ursprünglicher Kern zum Tragen kommt, welcher immer schon positiv ist.

 

Einstieg

Beim Releasing wirst du von mir zuerst von zwanzig auf null in die Entspannung hinuntergezählt, damit du an jenen Ort in dir hinkommst, wo du durch deine Entscheidungen zwischen den Wirklichkeiten wechseln kannst. Dann werden dein Höheres Selbst und die Helferinnen und Helfer im Licht eingeladen, den nun folgenden Heilungsprozess zu unterstützen. Danach zähle ich von eins auf drei, und es taucht genau das in dir auf, was jetzt dran ist, von dir angeschaut und aufgelöst zu werden.

 

Durchführung

Ich frage dich nun, was jetzt in dir passiert. Du sagst das erste, was dir gerade in den Sinn kommt. Ich wiederhole dies mit den gleichen Worten, und dann frage ich wieder, was jetzt in dir passiert, worauf du wieder das erste sagst, was dir gerade in den Sinn kommt. Durch diesen Prozess der Widerspiegelung entsteht sehr schnell ein tiefes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Wann immer mir nun etwas einfällt, was du loslassen könntest, gebe ich dir einen entsprechenden Releasing-Satz vor, den du sogleich laut nachsprichst. Beispiel: „Ich lasse los meinen Glauben, dass ich alles alleine machen muss. Ich lasse los all meine Überforderung dem Leben gegenüber. Ich lasse los meinen Glauben, dass ich alles besser weiss als die göttliche Wahrheit in mir. Ich lasse los meine Angst davor, verlassen zu werden. Ich lasse los meinen Glauben, dass ich ein hoffnungsloser Fall bin.“

 

Loslassen

Loslassen kann nie schaden. Wenn der Releasing-Satz nichts mit dir zu tun hat, so passiert einfach nichts. Wenn der Releasing-Satz etwas mit dir zu tun hat, betrifft er entweder eine Wahrheit oder eine Illusion in dir. Nach dem Loslassen bleibt die Wahrheit weiter bestehen, während die Illusion sich entweder sogleich auflöst, oder sie ruft ein Gegenargument hervor, welches dann zuerst loszulassen ist. Beispiel: Releasing-Satz: „Ich lasse los meine Angst davor, meine Wahrheit zu zeigen.“ Gegenargument: „Wenn ich meine Wahrheit zeige, werde ich verbrannt.“ Weiterer Releasing-Satz: „Ich lasse los meine Angst davor, dass ich verbrannt werde, wenn ich meine Wahrheit zeige.“

 

Sich öffnen

In Ergänzung zu den Releasing-Sätzen, die mit „Ich lasse los ...“ beginnen, kann ich zusätzlich Releasing-Sätze vorgeben, die mit „Ich öffne mich für ...“ beginnen. Beispiel: „ Ich öffne mich dafür, all meine Macht zurückzunehmen und sie fest in meinem Herzen zu verankern. Ich öffne mich dafür, meiner inneren Wahrheit treu zu sein in jedem Moment meines Lebens von nun an.  Ich öffne mich für Licht und Liebe auf allen Ebenen und Dimensionen meines Daseins.“ Ein grosser Vorteil dieser Releasing-Sätze besteht darin, dass sowohl loslassen als auch sich öffnen in dieser Form niemals schaden kann. Das heisst, jede Kontrolle durch den Verstand ist völlig überflüssig.

 

Weitere Entscheidungen

Darüber hinaus kann auch noch direkt mit Entscheidungen gearbeitet werden. Entscheidungen dürfen jedoch nicht vorgegben, sondern nur vorgeschlagen werden. Und Entscheidungen funktionieren nur, wenn jeweils das Gegenteil akzeptiert wird. Beispiel: „Ich akzeptiere die Angst, und ich entscheide mich für das Vertrauen. Ich akzeptiere die Dunkelheit, und ich entscheide mich für das Licht. Ich akzeptiere den Hass, und ich entscheide mich für die Liebe. Ich akzeptiere die Ohnmacht, und ich entscheide mich für die Macht. Ich akzeptiere den Krieg, und ich entscheide mich für den Frieden. Ich akzeptiere das Gefangensein, und ich entscheide mich für die Freiheit. Ich akzeptiere das Getrenntsein, und ich entscheide mich für das Einssein.“

 

Abschluss

Mit jedem aufgelösten negativen Glaubenssatz kommt etwas mehr Licht durch, und damit zeigt sich auch etwas deutlicher, was dem Licht weiter im Wege steht. Daraus ergibt sich eine innere Reise, die so lange andauert, bis im Moment bei dem, was gerade angeschaut wird, dem Licht nichts mehr im Wege steht. Sobald dieser Punkt erreicht ist, zähle ich auf drei und schnipse dabei mit den Fingern, und du kommst mit deinem Bewusstsein wieder voll und ganz zurück ins Hier und Jetzt. In deinem Unbewussten kann der Prozess so lange fortdauern, wie er das braucht. Wann immer du in deinem Alltag auf Hindernisse stösst, welche dich von Licht und Liebe trennen, kannst du diese ganz selbständig auch weiterhin akzeptieren und loslassen.

 

 

aus meinem Buch: „Wege der Heilung“ 2006  Open-Hearts Edition

 

siehe meine Einzelsitzungen 

siehe Homepage von Releasing